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Leer.

... und doch so voll.

Das bin ich zur Zeit.
Es ist alles leer. 
Und gleichzeitig alles voll.

Ich weiß nicht, was ich denke und ob ich überhaupt noch denken kann. Aber mein Kopf ist voll.
Ich weiß nicht, was ich fühle und ob ich überhaupt noch fühlen kann. Aber mein Herz ist voll.
Ich weiß nicht, ob ich gehe und ob ich überhaupt noch gehen kann. Aber ich bewege mich.

Eigentlich ist das keine Leere. Eigentlich ist da so viel. So viel mehr, als in den letzten Jahren.

Da ist plötzlich ganz viel Mut zu reden.
Plötzlich ist da ganz viel Selbstverwirklichung.
Plötzlich sind da Gefühle, die ich nicht einmal mehr für möglich gehalten hätte.
Plötzlich ist da Kraft, die von irgendwo her kommt.

Aber da ist auch Angst. Eine unglaubliche Angst, falsch gegangen zu sein.
Da sind so viele Zweifel. An jeder noch so kleinen Entscheidung in diesem Leben.
Da sind Schmerzen, von denen ich gar nichts mehr wusste.

Vor allem sind da aber Menschen.
Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Einer, der ganz neu dazu gekommen ist. Der alles erst kennenlernt und schon mit so viel von meinem Ich überrannt wird.
Und einer, der mich mein ganzes Leben kennt. Und dennoch nichts von mir wusste bis jetzt.

Zwei Menschen, die mich in zwei Richtungen ziehen, die so weit von einander entfernt sind, die mir aber doch helfen.

Und dennoch sind diese beiden entgegengesetzten Richtungen der Grund für die Leere.
Für die Orientierungslosigkeit. Für die Heimatlosigkeit.

Da ist so viel. So vieles ist möglich. So vieles ist echt. So vieles ist gut.

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